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Herz-Kreislauf-Erkrankungen

1. Was ist eine Herz-Kreislauf-Erkrankung?

Es handelt sich dabei um schleichende Erkrankungen, oft als Folge von Erkrankungen der Kranzgefäße, insbesondere am Herzen, am Gehirn oder den unteren Gliedmaßen: man bezeichnet dies als Artherosklerose (Ablagerung von Cholesterin an den Gefäßinnenwänden). Die Ablagerungen bilden allmählich Plättchen, die die Gefäße verengen. Bei dieser sogenannten Stenose können die Plättchen sich ablösen, die Gefäße verstopfen und, je nach Lage, zu einem Infarkt, Schlaganfall und/oder Entzündungen der Arterien führen.

2. Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Man unterscheidet 2 große Gruppen: unbeeinflussbare und beeinflussbare Risikofaktoren.

Unbeeinflussbare Risikofaktoren:

Alter: Je älter man wird, desto höher das Risiko
Geschlecht: Männer sind früher als Frauen betroffen (10 Jahre Zeitunterschied)
Vererbung: Falls es in der Familie eine Vorgeschichte von Herz-Kreislauf-Erkrankungen gibt, ist das Risiko höher.

Aber selbst wenn man keinen Einfluss auf diese Faktoren hat, kann man sich vorbereiten und insbesondere regelmäßig untersuchen lassen, um festzustellen, ob man von einem bzw. mehreren dieser Risikofaktoren betroffen ist.

Beeinflussbare Risikofaktoren:

Dyslipidemien: Hypercholesterinämie, Hypertriglyceridämie
Diabetes
Bluthochdruck
Übergewicht und Fettleibigkeit
Tabak
Bewegungsmangel
Stress
Ernährungsfaktoren

Diese Faktoren addieren sich nicht einfach, sie multiplizieren einander.

3. Testen Sie Ihr Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen! 

Klicken Sie hier.

4. Hier die beeinflussbaren Herz-Kreislaufrisiken im Einzelnen:

Dyslipidemien

Das LDL-Cholesterin

Es handelt sich hierbei um die hauptsächliche Beförderungsform von Cholesterin im Organismus. Der LDL-Cholesterin-Spiegel sollte so niedrig wie möglich gehalten werden. Der ideale Zielwert hängt dabei jedoch auch vom Vorhandensein anderer Risikofaktoren ab.

Das HDL-Cholesterin

HDL ist für den Rücktransport des Cholesterins von den Gefäßen zu den Ausscheidungsorganen verantwortlich. Eine hoher Anteil an HDL hat eine schützende Wirkung und der Spiegel sollte bei mindestens 40 mg/100 ml liegen.

Diabetes

Durch eine Diabeteserkrankung ist das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei der Frau dreimal, beim Mann zweimal höher als normal. Eine regelmäßige Überprüfung des Blutdrucks, der Blutfettwerte, des Gewichts sowie regelmäßige Bewegung sind in diesem Falle unerlässlich.

Um Ihr Diabetesrisiko zu errechnen, klicken Sie hier. 

Bluthochdruck

Allgemein geht man davon aus, dass das Risiko bei einem Blutdruck unter 130/85 mm HG gering ist.

Übergewicht

Übergewicht wird global auf der Grundlage des Body-Mass-Index (BMI) bewertet:

  • BMI 20-25=>Normalgewicht
  • BMI 25-30=>leichtes Übergewicht
  • BMI 30-40=>Übergewicht
  • BMI >40=>krankhaftes Übergewicht

Ab einem BMI von 25 erhöht sich das koronare Risiko, teilweise jedoch durch die Auswirkung des Übergewichts auf die anderen Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes und Dyslipidemie.

Auch die Fettverteilung hat einen großen Einfluss auf das Herz-Kreislauf-Risiko: das Risiko steigt vor allem mit dem Bauchumfang. Als bedenklich gilt bei Männern ein Bauchumfang von > 102 cm und bei Frauen ein Bauchumfang von > 88 cm.

Klicken Sie hier um Ihren BMI zu errechnen

Tabak

Raucher haben im Verhältnis zu Nichtrauchern ein dreifach erhöhtes Risiko, an einem Herzleiden zu erkranken. Die größten Risiken sind Herzinfarkt und plötzlicher Tod durch Herz- und Kreislaufversagen.

Um zu erfahren, wie nikotinsüchtig Sie sind, klicken Sie hier.

Bewegungsmangel

Sport und Bewegung spielen bei der Vermeidung von Herz-Kreislauferkrankungen eine große Rolle. Je intensiver das Training ist, umso größeren Schutz bietet es vor Krankheit und Tod. Trotzdem genügt bereits ein halbstündiger Spaziergang in zügigem Tempo täglich, um das Herz-Kreislauf-Risiko positiv zu beeinflussen. Wichtig ist das Ausdauertraining, d.h. der aerobe Aspekt.
Ein aktives Leben auch im Alltag rundet diese Empfehlungen ab: zu Fuß gehen, Treppen steigen, im Garten arbeiten, sich handwerklich beschäftigen usw.

Personen über 40, die ein systematisches Training beginnen wollen, sollten sich vorher einem Belastungstest bei einem Kardiologen unterziehen.

Um zu ermitteln, wie aktiv Sie sind, klicken Sie hier.

Stress

In der "Interheart"-Studie konnte ein eindeutiger Zusammenhang zwischen Stress im familiären, beruflichen oder finanziellen Bereich und Herzinfarkt nachgewiesen werden. Dieser Studie zufolge ist Stress für 37 % der Infarkte verantwortlich. Bei der Prävention von Herz-Kreislauferkrankungen kommt dem Faktor Stress demnach die gleiche Bedeutung zu wie Tabak, Diabetes, Übergewicht und Bluthochdruck.

Um Ihr Stressniveau zu ermitteln, klicken Sie hier.

Ernährungsfaktoren

Im Bereich der Ernährung gelten folgende allgemeine Empfehlungen bei der Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen:

· die Aufnahme von gesättigten Fettsäuren aus Milchprodukten (Butter, Rahm, Käse) oder Fleisch und Fleischwaren drastisch einschränken;

· regelmäßig Fisch und Geflügel essen

· Getreide, Obst und Gemüse auf den täglichen Speiseplan setzen

· regelmäßig mehrfach ungesättigte Fettsäuren wie Olivenöl oder Nussöl zu sich nehmen

· bei Bluthochdruck Gewicht reduzieren, den Konsum von Alkohol und Salz einschränken und die Kalzium und Kaliumzufuhr erhöhen.

Wenn Sie mehr über Ihr Essverhalten erfahren möchten, klicken Sie hier.